Saison-Vorschau TSV Herbrechtingen: von Alwin Reimer, Pressewart TSV
Quelle: http://herbrechtingen-ringen.net/downloads/saisonvorschau2010.pdf
TSV-Ringer starten nun wieder in der Württembergischen Oberliga
In ihrer zurück liegenden 10 Jahres-Bilanz fristete Herbrechtingen's Ringerstaffel, nach und nach zum eingefleischten Stamm zählend, 7 Saisonen in der Württembergichen Oberliga.
Zuletzt stattete man sogar einen kurzen Besuch in der sich äußerst kampfkräftig präsentierenden Regionalliga Baden-Württemberg ab, welche sich aber für die TSV'ler eher als „Liga mit Schmerz", denn als „Liga mit Herz" heraus stellte. Auch wenn mitunter viel Pech im Spiel war und man da und dort gute Eindrücke hinterlassen hat: Die Anforderungen an das Team waren in Liga 3 permanent sehr hoch geschraubt. Leistungsträger stießen an ihrer Grenzen.
Durch den sofortigen, verschärften Wieder-Abstieg als 3. Letzter, damit als Tabellen 8. startet die TSV nun erneut in der alles andere als eine „Easy-Liga" eintaxierten WRV-Top-Leistungsklasse. Im Gegenteil: Die Oberliga 2010 hat an Qualität enorm zugelegt, ist keineswegs mehr vergleichbar mit jener in der TSV-Meistersaison 2008, wo seiner Zeit zudem nur 8 Mannschaften vertreten waren und wo die Region Ostalb regierte.
Den Lokalkolorit verkörpern nach der Fluktuation nur mehr der KSV Aalen 05 II, die KG Dewangen/Fachsenfeld, der AC Röhlingen und die TSV Herbrechtingen. 10 Team's kämpfen nun nach dem freiwilligen Rückzug der „Schwarzwald-Macht" AB Aichhalden aus der 2.Bundesliga im WRV-Oberhaus um Auf-/und Abstieg. „Ein absoluter Topfavorit ist beim besten Willen nicht auszumachen, ausgeglichen wie lange nicht erscheint die Liga", so die Experten Meinungen - dem zur Folge erscheinen Prognosen hypothetisch.
Die Vorjahres-Verfolger von Meister Unterelchingen, der VfL Neckargartach, deren Nachbar VfL Obereisesheim, beide in 2009 mit erheblichen Verletzungssorgen behaftet, der Ex- Regionalligist TSV Ehningen, Aichhalden, trotz eines erheblichen Aderlasses an Spitzenringern immer noch namhaft bestückt, oder die sich nach 3 Aufstiegen in Folge im Höhenflug befindliche Bundesliga-Reserve des ASV Nendingen als Neuling werden spekulativ als 1.Anwärter auf die begehrten Spitzenplätze genannt.
Selbst der AV Sulgen hat nach Zu-/Abgängen wohl insgesamt zugelegt. Insbesondere die „Schönbuch-Staffel" aus Ehningen nach der Heimkehr von Bastian Bentz (84 kg) von seiner Nendinger Bundesliga-Exkursion und die Verstärkung mit dem Rumänischen Vizemeister Cornel Prodoiu (55 kg), sowie die Neckarsulmer aus Obereisesheim (Vorjahr 3.) mit ihrem Promi-Zugang Marek Mikulski (120 kg) aus Benningen (mehrfacher EM- und WM-Teilnehmer) gelten u.U. als Geheim-Tipp. Somit spielen die Ostälb'ler im Vorfeld zunächst mal nicht die 1. Geige.
Die Reserve des Deutschen Mannschaftsmeisters KSV Aalen 05 hat sehr viele nationale Talente an Bord, die sich zusehends entwickeln. Die KG Dewangen/Fachsenfeld belegte nach der „Ringerehe" der einst heftig rivalisierenden Nachbarn und dem Bundesliga-Ausstieg meist hintere OL-Plätze, will dies mit 6 Neuzugängen aber schleunigst ändern. Und Röhlingen setzt auf die Karte „Personalmix" eigene Talente gepaart mit ungarischer Top-Unterstützung; mit dieser Strategie haben die Ellwanger-Vorortringer den Klassenerhalt stets gut gemeistert.
Die TSV Herbrechtingen geht nahezu mit demselben Kader wie 2009 in die Saison und beabsichtigt als vordergründige Zielstellung „einfach gut mitringen" und sich vor allem aus dem Tabellenkeller fern zu halten. Viele Talente warten sehnsüchtig auf ihre Bewährungschance, welche in ihrer Jugend zu Württembergs Spitze zählen. Aber auch sehr viele Routiniers, alte Haudegen, gelten immer noch als Leistungsträger der TSV und so hofft man über eine mannschaftliche Geschlossenheit zu einer stabilen Kampfkraft zurück zu finden. Vor allem der Veteranen-Weltmeistertitel von Edi Kruse könnte einen Synergie-Effekt auslösen, so hofft man.
Der Gesamt- Kader umfasst 30 Athleten mit einem Altersschnitt von etwas mehr als 24 Jahren für die Oberliga und für die inzwischen beträchtlich an Leistungsniveau angereicherte Landesklasse (ehemals Bezirksliga), wo die TSV II ihr Zuhause vorfindet. Viele 1. Mannschaften aus dem Raum Stuttgart und Umgebung, die sich teils wesentlich verstärken konnten, werden die 2. TSV-Vertretung herausfordern. Hier gilt es den hervorragenden 4. Platz aus der Premieren-Saison zu wiederholen. Spannung und Action auf den Ringermatten ist jetzt wieder angesagt.
NEU: Auf- / Abstiegsmodus:
Durch die Neustrukturierung in den Bundesligen, musste seitens der Arge BaWü ein neuer Auf-/Abstiegs-Modus gefunden werden. Im ungünstigsten Fall hätten nach der Saison 2010/11 aus der Regionalliga 5 Vereine weichen müssen. Da dies als nicht tragbar eingestuft wurde und auch die alte Regelung mit drei Absteigern aus der RL stets ein Härtefall ist, wurde gehandelt. Zukünftig steigen die 3 Meister der Oberligen nicht mehr direkt in die Regionalliga auf. Sondern es findet ein Aufstiegs-Relegationsturnier mit den Meistern der Oberliga aus Nordbaden, Südbaden, Württemberg, sowie mit der Mannschaft, welche in der Abschlusstabelle der Regionalliga Baden-Württemberg vor dem letztmöglichen Absteiger steht, statt. Aus diesem Kreis wird es dann 1 bis 3 Aufsteiger in die RL geben. Allerdings: Durch diese Modifikation kann es zu mehr als einem Absteiger aus den Oberligen der einzelnen Landesverbände kommen. Der WRV hat 6 verschiedene Szenario's vorgesehen und so können im Extremfall aus der OL Württemberg wiederum 3 Vereine in die Verbandsliga absteigen. Die verschlankte DRB-Ligenstruktur fordert seinen Tribut. Diese Umstände steigern die Brisanz und die Spannung; profitieren werden die Zuschauer.
Neu sind auch die Anringzeiten:
Zukünftig beginnt der Mannschaftskampf in der Oberliga mit dem Einmarsch ab 19.20 Uhr, auf der Matte wird um 19.30 Uhr angerungen.
Die Vorkämpfe in der Landesklasse beginnen mit dem Einmarsch um 17.20 Uhr, Kampfbeginn auf der Matte um 17.30 Uhr.
Pressewart TSV Herbrechtingen
Alwin Reimer


