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Weniger Ostalb, mehr Schwarzwald

Die Oberliga im Überblick

Zwei Bundesligareserven, ein ehemaliger Zweitligist und Regionalliga-Absteiger Herbrechtingen. In der Ringer-Oberliga dürfte das Niveau höher sein als in der Vorsaison. Die hiesigen Teams Röhlingen, Dewangen/Fachsenfeld und der KSV II wollen im Mittelfeld dabeisein.

Die Oberliga Württemberg geht in diesem Jahr mit einigen neuen Mannschaften an den Start. Als Aufsteiger aus der Verbandsliga kommt mit dem ASV Nendingen II eine weitere Bundesligareserve in die Liga. Als Absteiger aus der Regionalliga kommt der TSV Herbrechtingen, ein Team aus dem Bezirk, zurück in die Oberliga. Dafür sind zwei Mannschaften aus der Gegend weg: Der KSV Unterelchingen, der sich erfolgreich in die Regionalliga verabschiedet hat und Absteiger KG Königsbronn/Amstetten.Unterm Strich bedeutet das längere Auswärtsfahrten für die Ostalb-Vereine, die Liga ist „schwarzwaldlastiger“ geworden – durch Nendingen, Sulgen und den Zweitliga-Absteiger AB Aichhalden.
Es wird sich zeigen, wie viele Topringer aus Liga zwei die Aichhaldener halten konnten. Deutlich verstärkt haben sich der VFL Obereisesheim und der AV Sulgen. Beide wollen dieses Jahr nichts mit dem Abstieg zu tun haben und werden sich vermutlich weiter oben ansiedeln. Das Obereisesheimer Team hatte schon in der vergangenen Saison einen sehr breiten Kader mit guter Qualität und konnte sich nun neben dem schwergewichtigen Olympia-Starter Marek Mikulski vom Zweitligisten Benningen auch Pjotr Morawitz aus Singen angeln und damit die letzten Schwachstellen im Kader schließen. Auch der TSV Ehningen wird immer wieder als Favorit für die Meisterschaft genannt, zumal das Eigengewächs Bastian Benz vom Bundesligisten ASV Nendingen zum TSV zurückgekehrt ist. Der Top-Favorit dürfte der ASV Nendingen II sein. Die Nendinger Bundesliga-Mannschaft ist deutlich verstärkt worden, da dürften einige Ringer in die zweite Mannschaft herunterrücken. Es heißt, das Ziel in Nendingen sei die Regionalliga mit der zweiten Mannschaft.
Bleibt der VFL Neckargartach, der dieses Jahr möglicherweise weiter unten zu kämpfen hat, schließlich haben zwei Leistungsträger den Verein verlassen. In der Spitzengruppe der Liga dürften sich die drei Aalener Vereine wohl nicht wiederfinden. Beim KSV II hängt der Erfolg des Teams von den Abstellungen aus dem Bundesliga-Kader ab, wenn die Aalener ihre beste Mannschaft auf die Matte bringen, gehören sie zu den Spitzenteams der Liga, aber das war in der Vorsaison selten der Fall – die Bundesliga hat eben Vorrang. Die Röhlinger Mannschaft ist bis auf einen Neuzugang dieselbe geblieben, bei der KG Dewangen/Fachsenfeld will man konsequent auf Eigengewächse setzen. „Zur Not auch eine Liga tiefer“, sagt Jens Scholz von der KG De/Fa.
Kaum vorhersehbar ist zudem, wie viele Mannschaften in der Rückrunde an der Aufstellung zu sparen beginnen, wie es in der vergangenen Saison zu beobachten war.
Die Oberliga-Mannschaften der kommenden Saison im Überblick:

 Topfavorit: ASV Nendingen II

 Verfolger: Herbrechtingen, Ehningen, Obereisesheim

 Restliches Feld: Röhlingen, KG Dewangen/Fachsenfeld, KSV Aalen 05, Sulgen, Ehningen, VFL Neckargartach. mag/js/sh
© Schwäbische Post 01.09.2010

 
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